Die sogenannte Gläserne Decke gibt es nicht

Die derzeitigen Versuche, eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten (corporate boards) durchzusetzen, gehen davon aus, dass es in Unternehmen eine „Gläserne Decke“ gibt, an die aufstiegswillige Frauen stoßen und die entsprechend ihren Aufstieg verhindert. Die EU-Kommissarin für Justiz, Viviane Reding, spricht in diesem Zusammenhang gerne von  a group of middle-aged, business suit wearing men.

In einer ausführlichen Untersuchung auf der Grundlage des HIS-Absolventenpanel hat Thomas Ochsenfeld nun gezeigt, dass es eine Gläserne Decke in deutschen Unternehmen nicht gibt. Dass weniger Frauen in den Führungspositionen von Unternehmen zu finden sind, ist das Ergebnis von Lebensentscheidungen und Studienfachwahl der entsprechenden Frauen, die zum einen Fächer, vornehmlich aus den Sozialwissenschaften studieren, die nicht gerade als Sprungbrett in Positionen des Top-Managements bekannt sind, zum anderen sich für eine eigene Familie und damit gegen eine Karriere entscheiden.

Die Untersuchung von Ochsenfled ist in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Soialpsychologie erschienen: Ochsenfeld, Thomas (2012). Gläserne Decke oder goldener Käfig: Scheitert der Aufstieg von Frauen in erste Managementpositionen an betrieblicher Diskriminierung oder an familiären Pflichten? Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64(3): 507-534.

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Kategorien: Allgemein, Frauenquote, Gleichheit, Ökonomie
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