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Sozialwissenschaften: Happiness Gen

World Happiness ReportIm Gericht spricht man von „circumstantial evidence, wenn eine Verurteilung auf einer indirekten Beweisführung basiert. In den Sozialwissenschaften ergibt sich die Notwendigkeit zu indirekter Beweisführung in der Regel aus Korrelationen, die gefunden werden. Eine solche Korrelation berichten Eugenio Proto und Andrew J. Oswald in einem grauen Papier, das im Institut für Arbeitsforschung in Bonn veröffentlicht wurde.

Dänen, die Rangersten immer dann, wenn es um die Frage geht: „Auf einer Skala von 1 bis 10, wie glücklich sind Sie?“, sollen sich nicht nur in ihrem Glück, sondern auch in ihren Genen von anderen Nationalitäten unterscheiden.

Die Korrelation zwischen Glück und Genen haben Proto und Oswald zum einen in Daten aus dem World Value Survey (für das Ausmaß an Glück), die sie mit Informationen zu genetischer Ähnlichkeit oder Entfernung in Verbindung gesetzt haben, gefunden: Mit zunehmender genetischer Distanz zu Dänen nimmt das Glück ab.

Diese Korrelation haben Proto und Oswald gefunden als sie untersucht haben, wie die Aufnahme von Serotonin zwischen Nationen variiert, wobei Serotonin ein Effekt auf Glücksgefühle zugeschrieben wird. Dabei zeigten sich Niederländer und Dänen an der Spitze der Serotonin-Aufnahme.

Und diese Korrelation haben Proto und Oswald in historischen Datenreihen für die USA gefunden: Einwanderer mit Vorfahren in Dänemark sind auch hier glücklicher.

Das Netz der Indizien, gezogen, um die Ursache der größeren Glücklichkeit der Dänen deutlich zu machen, scheint eng und doch: ist es eng genug? Gibt es die genetische Homogenität, die die Autoren suggerieren, zwischen Nationen? Ist Dänemark eine Nation, die aus einem harten Kern von Dänen besteht, der keinerlei Austausch mit notwendigerweise weniger glücklichen Nationalitätsinhabern hat? Was ist mit Einwanderern in die USA, die eingewandert sind, lange bevor es Dänemark in seiner heutigen Form gab? Wird hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen angesichts der Tatsache, dass sich die Scores in Glücklichkeit zwischen den Nationen in der Regel nur um wenige Stellen hinter dem Komma unterscheiden?

Fragen über Fragen, die man an die Forschung herantragen kann und Fragen, bei denen Proto und Oswald Probleme haben werden, eine Antwort zu finden, denn: Sie haben keine Theorie, die zu erkären im Stande wäre, warum Glück bei Dänen mit anderen Genen zusammenhängen sollte als bei Deutschen, Briten oder Chinesen. Tatsächlich kann man sich kaum vorstellen, wie man die Existenz eines Dänen-Glücksgen erklären kann. Deshalb nützt auch die beste „circumstantial evidence“ nichts.

 

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Geschichte: Weniger Kriminalität dank Sprache

old baileyDer Rückgang von Kriminalität, der über die letzten Jahrhunderte zu beobachten ist, und der vor allem einen Rückgang der Gewaltkriminalität sieht, wird in der Regel dem Erstarken der Nationalstaaten, der Ausarbeitung von Gesetzen und der Übernahme des pönalen Systems durch Staaten und ihre Verwaltungen zugeschrieben.

Nicht nur das: Strafverfolgungsbehörden, staatlich finanziert und erhalten, sollen ihren Anteil am Rückgang der Kriminalität über die Jahrhunderte haben.

Falsch!, sagen Historiker von der Sussex University:

„What we have been able to demonstrate through analysing the language used in court is that the decline in less serious forms of violence, such as assault, was not led by legislation or moments of dramatic changes in law, but by social attitudes“

Sichtbar werden diese veränderten sozialen Einstellungen durch die Verwendung von Begriffen und Worten und eine zunehmende Differenzierung der Beschreibung von Straftaten und der Bestrafung der entsprechenden Straftaten, mit anderen Worten, die Strafzumessung und die Straffeststellung haben sich differenziert, der Rückgang an Kriminalität ist die Folge davon.

Das jedenfalls behaupten die Forscher der University of Sussex und Tim Hitchcock an ihrer Spitze. Basis ihrer Behauptung ist ein Datensatz, der mehr als 20 Millionen Worte und die Niederschriften aus Verhandlungen vor dem Gericht „Old Baily“ in London von 1760 bis 1913 umfasst. Eine schier unglaubliche Menge an Daten und man darf gespannt sein, was zukünftige Analysen dieser digitalen Version von Gerichtsverhandlungen ergeben.

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Ghostwriting ist Vertrauenssache

trustGhostwriting ist Vertrauenssache, aber auf dem Markt für akademisches Ghostwriting gibt es nicht nur seriöse Anbieter.

Wie merkt man, ob man es mit einem guten Ghostwriter, einem seriösen akademischen Ghostwriter zu tun hat?

Es ist recht einfach, die Spreu der akademischen Ghostwriter vom Weizen zu trennen: Unseriöse Ghostwriter machen unseriöse Angebote: Sie schicken Ihnen Standardschreiben, die nicht auf Ihre Anfrage eingehen, versprechend Ihnen das Blaue vom Himmel, und zwar zu einem unglaublich günstigen Preis.

Eine  Möglichkeit, die Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Leistungswilligkeit von akademischen Ghostwritern zu prüfen, besteht darin, die Themenpalette der entsprechenden Ghostwriter zu betrachten. Seriöse Ghostwriter können die Themenbereiche angeben, zu denen Sie bislang gearbeitet haben, und auf Nachfrage können sie auch belegen, dass sie Kenntnisse in den entsprechenden Bereichen haben.

Wir können nicht nur angeben, worüber wir gearbeitet haben, wir belegen unsere Kenntnisse Sie bereits durch unsere Reaktion auf Ihre Anfragen: Von uns erhalten Sie kein Standardschreiben, keine Bestätigung Ihrer Anfrage, die Ihre Angaben wiederholt und einen Preis pro Seite oder einen Gesamtpreis exklusive Umsatzsteuer nennt.

Nein. Von uns erhalten Sie eine Antwort, der Sie bereits entnehmen können, wie wir Ihre Anfrage bearbeiten, was die Vorlage, die Sie erhalten, beinhalten wird und welche Herangehensweise wir uns vorstellen können.

Wir können so detailliert antworten, weil wir nur Themen übernehmen, von denen wir auch etwas verstehen. Und wir können so detailliert antworten, weil die Antworten auf Ihre Anfragen von dem Autoren kommen, der auch Ihre Vorlage erstellen wird.

Wenn wir Ihren Auftrag übernehmen, dann haben wir bereits einen Autoren, der den Auftrag erledigen kann, wir müssen nicht erst einen suchen!

Neugierig? Wenn Sie uns eine Anfrage schicken wollen, dann nutzen Sie dazu bitte unser Kontaktformular.

 

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Akademisches Ghostwriting: (Wahn-)Vorstellung und Wirklichkeit

Akademisches Ghostwriting ist in den letzten Jahren ziemlich ins Gerede gekommen. Zu Unrecht, denn Plagiatsaffären, wie die derzeitige Saga um die Bundesbildungsministerin Annette Schavan oder die Affäre um den ehemaligen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg haben nichts mit akademischem Ghostwriting zu tun. Im Gegenteil: Hätten Frau Schavan und Herr zu Guttenberg die Dienste eines guten akademischen Ghostwriters nachgefragt, sie hätten mit Sicherheit keine Arbeit abgegeben, die den Verdacht, dass der Ersteller ein Plagiat-Künstler ist, nährt oder bestätigt, denn: gute akademische Ghostwriter haben einen Berufsethos, der es ihnen verbietet, die Arbeiten von anderen zu kopieren und sich aus dem Internet Textfragmente zusammen zu klauben.

Ein guter akademischer Ghostwriter zeichnet sich dadurch aus, dass er Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten hat. Ihn reizt die Vielfalt der Themen, die ein akademischer Ghostwriter im Verlauf seiner Karriere bearbeiten kann. Ein guterakademischer Ghostwriter schreibt deshalb jeden Text von der Pike auf selbst, schon weil das, was er als Plagiat benutzen könnte, seinen eigenen Ansprüchen nicht genügt. Deshalb sind die Textvorlagen, die ein guter akademischer Ghostwriter erstellt, für Studenten und Promovenden so wertvoll, denn Sie erhalten ein Unikat, das die wissenschaftliche Auseinandersetzung des akademischen Ghostwriters mit einem Fachgebiet, einer konkreten Aufgabe darstellt.

Folglich kann man von einem guten akademischen Ghostwriter und den Vorlagen, die er liefert, sehr viel lernen, etwa, wie man an ein Thema herangeht, wie man einen wissenschaftlichen Text aufbaut, wie man sicherstellt, dass ein Thema umfassend bearbeitet ist ohne dabei die Leser auf halber Strecke zu verlieren. Studenten und Promovenden können sich auf der Grundlage der Vorarbeiten des akademischen Ghostwriters ein gutes Bild von einem Gegenstandsbereich machen und darüber hinaus die eigene Arbeit am vorgegebenen Standard ausrichten. Hier erfüllen guteakademische Ghostwriter zudem die Funktion eines Lehrenden, denn die Standards an manchen deutschen Universitäten sind so weit abgesunken, dass nur noch selten, wenn überhaupt Bibliographierkurse angeboten werden. Ein guterakademischer Ghostwriter beherrscht das Zitieren in Fußnoten und im Text (amerikanisches Zitieren) und weiß, worauf es ankommt, so dass Studenten und Promovenden, die ihr Studium ohne die Kenntnis, dass ein direktes Zitat die Angabe einer Seitenzahl erfordert, absolvieren konnten, etwas lernen.

Ein guter akademischer Ghostwriter kann Studenten und Promovenden auch mit den Fertigkeiten und Fähigkeiten vertraut machen, die man an manchen Universitäten, vermutlich weil viele dort beschäftigten Dozenten sie auch nicht beherrschen, als gegeben voraussetzt: Ich rede vom Aufbau einer Arbeit, von der Konzeption, der Anlage einer Arbeit, von der Frage, wie man und wo man Zitate in den Text einbaut, wie man aus einem Datensatz statistische Ergebnisse gewinnt, die Sinn machen und wie man die Ergebnisse durch eine Theorie und daraus abgeleitete Hypothesen vorbereitet und vieles mehr.

Ein guter akademischer Ghostwriter ist somit viel mehr als der Produzent eines wissenschaftlichen Textes. Er ist akademischer Lehrer, gibt Hilfestellung und füllt die Lücken, die die Ausbildung an leider immer mehr deutschen Universitäten lässt.

Und woran erkennt man einen guten akademischen Ghostwriter?

Ganz unbescheiden, an Texten wie diesem.

Man erkennt ihn daran, dass er inhaltlich auf Anfragen antwortet und keine Standardtexte schickt, die auch der Amtsleiter in Wanne Eickel hätte verfassen können.

Man erkennt ihn daran, dass er nachfragt, sich Informationen schicken lässt, um seine Leistung genau auf die Bedürfnisse von Kunden zuzuschneiden und nach Aufwand zu berechnen.

Und man erkennt ihn daran, dass er in allen Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens ein kompetenter und versierter Ansprechpartner ist.

Und wenn Sie jetzt eine Anfrage an einen guten akademischen Ghostwriter richten wollen, dann schicken Sie uns doch einfach eine eMail oder benutzen Sie unser Kontaktformular.

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Sozialpsychologie aktuell: Warum Menschen „tratschen“

Die deutsche Sprache kennt eine Reihe von Begriffen, mit denen die Freude, die manche Menschen daran empfinden, sich hinter dem Rücken anderer über diese zu unterhalten, beschrieben wird. Die Gerüchtsküche kocht, Tratschweiber sind unterwegs, Klatschmagazine sind prall mit Neuigkeiten zweifelhafter Authentizität gefüllt, fast nichts scheint so schön, wie das Weitergeben von Gerüchten bzw. das Produzieren von Gerüchten.

Aber warum klatschen, tratschen, „gossipen“ Menschen hinter dem Rücken anderer, und wie rechtfertigen Sie diese Tätigkeit vor sich und anderen? Diese Fragen haben Bianca Beersma und Gerben A. van Kleef zum Ausgangspunkt von drei Experimenten genommen, in denen sie die Bereitschaft zum Klatschen untersucht haben. Dabei hat sich wenig überraschend gezeigt, dass das Hauptmotiv, das hinter dem Klatschen steht, der Austausch von Informationen über andere ist. Gerechtfertigt wird dieser Austausch, insbesondere dann, wenn er normverletzendes Verhalten anderer zum Gegenstand hat (z.B. Hast Du schon gehört, was … gemacht hat?), immer mit Bezug auf eine soziale Gruppe, der sich die Klatschenden zugehörig fühlen und die sie für sich in Anspruch nehmen, anders formuliert: Der Schutz der sozialen Gruppe vor dem vermeintlich normverletzenden Verhalten derer, über die geklatscht wird, wird zur Rechtfertigung für das Verbreiten von Gerüchten genommen.

Beersma, Bianca & van Kleef, Gerben A. (2012) Why People Gossip: An Empirical Analysis of Social Motives, Antecedents, and Consequences. Journal of Applied Social Psychology 42(11): 2640-2670.

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Kategorien: Normen, soziales Handeln, Sozialpsychologie

Zitieren – Kein Buch mit sieben Siegeln

Es mag sein, dass ich in dieser Hinsicht eigen bin, aber ich habe das Zitieren noch von der Pike auf gelernt. Hans-Joachim Haubold, Universitätsbibliothekar in Mannheim, hat mich und meine Kommilitonen gequält. Aber die Quälerei hat sich gelohnt. Keiner derjenigen, die durch die Hauboldsche Zitierkaderschmiede gegangen sind, hat sich hinterher getraut, gegen das Erlernte zu verstoßen.

Umso schlimmer ist es, wenn man heute ein Buch aufschlägt und sich die Art und Weise ansieht, in der zitiert wird. Alle Formen des Zitieren haben sich mittlerweile zu einem kaum mehr beherrschbaren Wirrwar vermengt, in dem einem plötzlich ein (Vgl.) mitten im Text entgegen prangt, gefolgt von einem (Ebenda) auch im Text, man glaubt es kaum. Ein paar Seiten weiter hat es sich der Autor dann anders überlegt. Vielleicht hat er eine Nacht darüber geschlafen, vielleicht hat er zwischenzeitlich ein tief beeindruckendes Beispiel direkten Zitierens vor seiner Nase und plötzlich gibt es (Meier 2011: 52) und zwei Absätze weiter (Meier 2011: 55). Nichts mehr mit (Ebenda) und auch kein (Vgl.) mehr. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, findet sich einige Zeilen weiter eine Fußnote (zum Glück keine Endnote, eine Unsitte die auszusterben scheint).  Also wandert der Blick auf der Seite nach unten und, man glaubt es kaum: Vgl.: Meier 2001: 28. Es ist zum Mäusemelken, und man merkt deutlich, derjenige, der dieses Buch geschrieben hat, zitiert nicht, nein, er dilettiert mit Verweisen, von denen er offensichtlich nicht die geringste Ahnung hat, warum sie überhaupt gemacht werden.

Also fangen wir vorne an:

Man zitiert, um Gedanken, die nicht eigene sind, zu belegen, und zwar in einer Weise, die es Dritten ermöglich, die zitierte Stelle aufzufinden.

Die Gedanken, die nicht die eigenen sind, kann man direkt zitieren, das ist dann der Fall, wenn eine Textstelle übernommen wird, was durch  „“ kenntlich gemacht wird.

Die Gedanken, die nicht die eigenen sind, kann man auch indirekt zitieren und einem Fremdautoren die eigene Interpretation seiner Gedanken andichten. Damit die Verballhornung der Gedanken anderer nicht den entsprechenden anderen angelastet wird, zitiert man ohne „“.

Es hat sich in manchen Wissenschaften, deren Ausbildung im Zitieren nicht so ganz den Standards entspricht, wie sie Hans-Jürgen Haubold für richtig hält, eingebürgert, nicht direkte Zitate mit einem „Vgl.“ zu kennzeichnen. Dies ist, soweit es in Fußnoten erfolgt, zulässig wenngleich unnötig, da bei einem indirekten Zitat keine „“ vorhanden sind und deshalb auch der unbedafteste Zitierer sehen sollte, dass hier indirekt zitiert wurde. Darüber hinaus ist das „Vgl.“ ein Relikt, das seinen Sinn daraus bezieht, dass Autoren unterschiedliche Interpretationen historischer Quellen vorgenommen haben. Wenn also Karl Dietrich Bracher die Emser Depesche im Urtext neu interpretiert hat und auf die Stelle im Original hinweisen wollte, die er neu interpretiert hat, dann hat er „Vgl.“ vor die entsprechende Quellenangabe in der Fußnote geschrieben. Das setzt für Puristen wie mich voraus, dass man Quellen haben muss, um  „Vgl.“ zu schreiben, aber man kann sich natürlich darüber streiten, was eine Quelle ist. Ich denke dabei an historisches Material, manche BWL-Professoren denken dabei an die Homepage von Pepsi Cola…. Aber in einem Punkt kann man mit mir nicht reden: Weder (Vgl.) noch (Ebenda) hat im Text etwas zu suchen. Beide Zitierweisen machen ausschließlich in Fußnoten Sinn. Wer sie im Text benutzt, zeigt seine völlige Unbedarftheit (Machen Sie sich doch einmal den Spaß, die Zitierweise Ihres Profs zu prüfen. Sie werden sich wundern!)

Warum hat z.B. (Ebenda) nichts im Text zu suchen. Nun ein (Ebenda) im Text wirkt auf Leute, die Zitieren gelernt haben, wie ein weiblicher Artikel vor einem männlichen Hauptwort: einfach nur falsch. Und wem das nicht genügt, hier ein pragmatisches Argument: Wenn Fußnote 21 sagt: Meier 2011: 25 und Fußnote 22 Ebenda, dann muss man schlimmstenfalls eine Seite zurückblättern und am Ende der Seite die Fußnoten scannen, um zu sehen, was Ebenda ist. Wenn ein (Ebenda) unvermittelt im Text auftaucht, dann muss man anfangen nach dem Zitat zu suchen, auf das sich das (Ebenda) beziehen könnte und das ist einfach nur ärgerlich.

Um es noch einmal zu wiederholen: Es wird zitiert, um Gedanken, die nicht die eigenen sind, kenntlich zu machen. Das Ziel des Zitierens ist es, dem Leser die Möglichkeit zu geben, die entsprechende Stelle im Original zu finden. Das kann man in Fußnoten oder in der so genannten amerikanischen (Harvard, APA) Zitierweise im Text sicherstellen. Wie auch immer man es tut, wichtig ist, dass es konsitent erfolgt.

Wer also im Text zitiert, kann nicht plötzlich anfangen, in Fußnoten zu zitieren und umgekehrt.

Wenn im Text zitiert wird, dann ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man

so: (Meier 2011: 25)

oder so: (Meier, 2011, S.25)

oder so: (Meier 2011, S.25)

zitiert.

Wenn in Fussnoten zitiert wird, dann ist es ebenfalls eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man

so: 1 Meier (2011), S.25

2 Meier (2011), S.26

oder so:

1 Meier, Hans „Das Zitieren im Kontext der Moderne“, S.25

2 Ebenda, S.26

oder so

1 Meier „Zitieren Moderne“, S.25

2 Meier „Zitieren Moderne“, S.26

zitiert. Hauptsache konsitent!

Abgesehen von diesen einfachen Regeln, die man beim Zitieren beherzigen sollte, gibt es eine Reihe von „fancy“ Versionen des Zitierens [1] im Text oder in der [2] Fussnote, der dann ein Literaturverzeichnis in Reihenfolge folgt. Das alles sind, wie gesagt, Fragen des Geschmacks, der zwischen Professionen offensichtlich und erheblich differiert, und diese Fragen können anders beantwortet werden, so lange das Ziel des Zitierens, die Identifikation fremder Gendanken und deren Auffindbarkeit gewährleistet ist. Lassen Sie sich also nicht von strikten Zitierregeln abschrecken, wie sie zuweilen von Fachbereichen herausgegeben werden (Die Regeln sind um so strikter, je weniger theoretische Fundierung das Fach/der Fachbereich hat, so jedenfalls meine Beobachtung: Je weniger inhaltlich mache Fächer zu sagen haben, desto mehr Wert legen sie auf formale Pinzeligkeit, die z.B. Literaturverzeichnisse dann, wenn die Vornamen der Autoren ausgeschrieben sind, als „falsch“ ansieht oder unbedingt in Fußnoten den Autorennamen und eine Abkürzung für den zitierten Text sehen will, die dann im Literaturverzeichnis wieder mühsam und zur allseitigen Verwirrung rückübersetzt werden muss – aber: Des Professoren Wille ist sein Himmelreich…).

Noch ein letzter Punkt: Internetquellen. Ja. Die machen einem Kopfzerbrechen, denn man kann sie nicht guten Gewissens im Text zitieren etwa: (http://www.2ghostwriters.de/wp-admin/post-new.php). Das zerstört nicht nur den Lesefluss. Aber, will die Puristik nicht, dass nur im Text oder nur in Fussnoten zitiert wird? Die Antwort ist wie immer: Ja, … und nein. Das Ziel der Lesbarkeit von Texten steht in diesem Punkt nach meiner Ansicht über der Puristik, und deshalb habe ich das Problem des Zitierens für mich so gelöst, dass ich Internetquellen unabhängig davon, wie ich sonst zitiere, immer in Fußnoten packe. Das sieht einfach besser aus!

 

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Kategorien: Allgemein, Zitieren

Deutschland verliert an Boden

Der neue Economic Freedom of the World Bericht des Kanadischen Frazer Instituts zeigt, dass Deutschland an Boden verliert. Unter den 144 untersuchten Nationen, nimmt Deutschland zwar nach wie vor einen vorderen, nämlich den Rang 31 ein, hat aber bei Staatsausgaben und bei Regulierungen, insbesondere bei solchen, die den Arbeitsmarkt betreffen, erheblich an Boden verloren und belegt nur noch Platz 111 (Staatsausgaben) bzw. Platz 112 (Reglementierungen). Das Frazer Institut erstellt den Economic Freedom of the World Bericht regelmäßig. Der Datensatz steht Forschern zur Verfügung und über die letzten Dekaden haben eine Vielzahl von Forschern die Daten genutzt und wieder und wieder die folgenden Zusammenhänge bestätigt:

  • Mit dem Ausmaß unternehmerischer Freiheit steigt das Durchschnitts-Einkommen.
  • Mit dem Ausmaß unternehmerischer Freiheit steigt das wirtschatfliche Wachstum
  • Mit dem Ausmaß unternehmerischer Freiheit steigt das Einkommen der ärmsten 10% einer Gesellschaft.
  • Mit dem Ausmaß unternehmerischer Freiheit steigt die Lebenserwartung.

Hier gehts zum Bericht des Frazer Instituts.

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Kategorien: Allgemein, Makroökonomie, Ökonomie

Die sogenannte Gläserne Decke gibt es nicht

Die derzeitigen Versuche, eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten (corporate boards) durchzusetzen, gehen davon aus, dass es in Unternehmen eine „Gläserne Decke“ gibt, an die aufstiegswillige Frauen stoßen und die entsprechend ihren Aufstieg verhindert. Die EU-Kommissarin für Justiz, Viviane Reding, spricht in diesem Zusammenhang gerne von  a group of middle-aged, business suit wearing men.

In einer ausführlichen Untersuchung auf der Grundlage des HIS-Absolventenpanel hat Thomas Ochsenfeld nun gezeigt, dass es eine Gläserne Decke in deutschen Unternehmen nicht gibt. Dass weniger Frauen in den Führungspositionen von Unternehmen zu finden sind, ist das Ergebnis von Lebensentscheidungen und Studienfachwahl der entsprechenden Frauen, die zum einen Fächer, vornehmlich aus den Sozialwissenschaften studieren, die nicht gerade als Sprungbrett in Positionen des Top-Managements bekannt sind, zum anderen sich für eine eigene Familie und damit gegen eine Karriere entscheiden.

Die Untersuchung von Ochsenfled ist in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Soialpsychologie erschienen: Ochsenfeld, Thomas (2012). Gläserne Decke oder goldener Käfig: Scheitert der Aufstieg von Frauen in erste Managementpositionen an betrieblicher Diskriminierung oder an familiären Pflichten? Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 64(3): 507-534.

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Kategorien: Allgemein, Frauenquote, Gleichheit, Ökonomie

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